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Nachwuchskräfte für Europa e.V. - der neue Podcast aus StuttgartAuthor: Astrid Gehrig Language: de Contact email: Get it Feed URL: Get it iTunes ID: Get it |
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Tödliche Evolution: der Drohnenkrieg in der Ukraine . NfE e.V. im Gespräch mit dem Kriegsreporter Till Mayer
Saturday, 27 December, 2025
Manchmal wache er morgens auf und frage sich, ob alles nur ein böser Traum sei, so unlängst Bundeskanzler Friedrich Merz. Dieser tägliche Albtraum ist der Krieg in der Ukraine und Alltag für die Menschen seit Februar 2022. Für die Menschen im Donbas sogar seit 2014. Russland überzieht die Ukraine täglich mit Drohnen-, Raketen- und Fliegerbombenangriffen. Diese richten sich mitnichten nur gegen militärische Stellungen. Gezielt wird die zivile Energieinfrastruktur angegriffen mit dem Ziel, dass die Menschen in der gesamten Ukraine frieren, keinen Strom haben, zermürbt werden und schlussendlich aufgeben. Was macht so ein Krieg mit einer Gesellschaft? Wie steht man zu den Bemühungen der USA und Europas, wenigstens in Ansätzen zu Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine zu kommen? Till Mayer positioniert sich hier ganz klar: Ein Frieden zu russischen Bedingungen würde den russischen Präsidenten nur zu weiteren Aggressionen ermutigen. Dass mit einer ukrainischen Kapitulation auch der Konflikt enden würde, ist für ihn einfach nur naiv. Der Kriegsreporter sagt: „Die Leute wissen: Verlieren sie den Krieg, ist ihre Freiheit weg.“Den Krieg in der Ukraine begleitet und dokumentiert er seit 2017 und zwar an vorderster Front, sei es in Charkiw, Cherson, Bachmut, Kramatorsk, Konstjantyniwka oder Pokrowsk. Er berichtet von einer Frontzone, die ständig näher rückt und in der Sichtbarkeit tödlich ist. Er kennt das Sirren der Drohnen, das Dröhnen der Einschläge und die Wucht der Explosionen. Er beschreibt verlassene Landstriche und totale Verwüstung. Er begleitet ukrainische Drohnenpiloten und Evakuierungsteams. Er spricht mit Folterüberlebenden und entlassenen Kriegsgefangenen. Er erzählt von Deserteuren und denen, die sich freiwillig zur Armee melden. Er erzähle den Krieg anhand der Menschen, denen er begegne, sagt Till Mayer. Mit großem Respekt und Einfühlungsvermögen porträtiert er seine „Helden“. Und verglichen mit dem alltäglichen Terror, dem die Menschen in der Ukraine seit vier Jahren ausgesetzt sind, seien die Gefahrensituationen, in die er sich als Journalist begebe, wirklich nur „Peanuts“. Till Mayer (*1972) ist ein mehrfach ausgezeichneter Kriegsreporter und Fotograf aus Bamberg, seine Reportagen erscheinen u.a. in der „Augsburger Allgemeinen“ und der „Frankfurter Rundschau“. Seit vielen Jahren hält er die Langzeitfolgen von Konflikten und Kriegen in seinen Fotos und Reportagen fest. Diese werden europaweit in Ausstellungen gezeigt, und er ist Autor mehrerer Bildbände.













