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ChlorgesängeAuthor: Ute Zill, Martina Schrey Language: de Contact email: Get it Feed URL: Get it iTunes ID: Get it Trailer: |
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Folge 145: Ohne Basis keine Spitze
Episode 145
Wednesday, 25 February, 2026
Olympia 2036, 2040 oder 2044? Vier Städte in Deutschland bewerben sich zur Zeit als Austragungsort, allerdings sind bislang allein die Menschen in München davon überzeugt, dass ihre Stadt genau die richtige ist. In Hamburg gibt es bereits zahlreiche Gegner:innen und in der Rhein-Ruhr-Region findet am 19. April 2026 Ratsbürgerentscheide in den betroffenen Kommunen ab.Und in Berlin? Auch hier ist die NOlympia-Bewegung sehr stark, hat für die Spiele im Jahr 2000 schon einmal eine Beteiligung verhindert. Sechs Millionen Euro steckt die Stadt allein in die Bewerbung, erhofft sich von den Spielen eine neue Dynamik für die Wirtschaft, mehr Wohnungen und womöglich auch einen Schub für die Sportstätten. Berlin ist der einzige Bewerber, der aus Verfassungsgründen kein Referendum plant, sondern eine Volksinitiative mit anschließender Abstimmung im Abgeordnetenhaus.Im Herbst diesen Jahres will der Deutsche Olympische Sportbund entscheiden, wer den Zuschlag bekommt. Wir wollen wissen - wie würden die Schwimmerinnen und Schwimmer in der Hauptstadt profitieren? Von der gescheiterten Bewerbung für die Spiele im Jahr 2000 blieb immerhin die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE), aber die ist jetzt auch schon fast 30 Jahre alt und wäre dann sicher nicht mehr olympiatauglich.Knapp eine halbe Milliarde Euro beträgt der Sanierungsstau bei den Berliner Bädern, für ein wenig Entlastung dürfte jetzt das Klimapaket in Höhe von 200 Millionen Euro sorgen, aber diese Mittel sind zweckgebunden. Acht Bäder sind zur Zeit geschlossen, viele weitere müssen zum Teil dringend saniert werden. Allerdings - würde Olympia die Situation dieser Bäder tatsächlich verbessern?Der Vizepräsident des Berliner Schwimmverbands, Martin Weiland ist fest davon überzeugt: Auf jeden Fall. 30.000 Mitglieder hat der Verband in der Hauptstadt, sie alle brauchen unbedingt mehr Wasserflächen - und mehr Anerkennung für ihren Sport. „Ohne Basis keine Spitze“, sagt Martin Weiland. Sein Traum ist es, dass mit Olympia lauter Zweck-Schwimmhallen in der Stadt entstehen. Die nicht schön aussehen müssten, sondern vor allem ausreichend Wasserflächen für Leistungs- und Freizeit-Schwimmer böten. Und zwar VOR Olympia - damit dort die Schwimmer:innen heranwachsen, die dann unser Land bei Olympia vertreten. Und wo dann natürlich auch alle anderen ihre Schwimmzeiten hätten - Vereine, Schulen und eben Menschen wie du und ich. Er würde dafür auch alte denkmalgeschützte Bäder abreißen, statt sie für teuer Geld zu sanieren. Wir reden aber auch darüber, warum Eisschwimmen noch nicht olympisch ist. Ob Ganzjahresfreibäder in Berlin sinnvoll ist. Und warum es auch mit über 70 noch Spaß macht, sich mit dem Schwimmsport zu befassen - auch wenn man selber kaum noch schwimmt.













